Leslie Mandoki 2026: Neues Buch. Neue Doku. Neue Tour. Dazu ein lustiger und nachdenklicher Leslie!
Der Progressive Rock-Supermusiker beschert uns mit SEHNSUCHT NACH FREIHEIT ein neues Buch, eine TV-Doku und eine Club-Tour! Und er macht sich Gedanken über unsere Gesellschaft, Integration und TV-Castingshows. Hört euch jetzt das Interview mit Leslie Mandoki an!
Das ROCK ANTENNE Hamburg Interview mit Leslie Mandoki:
Leslie Mandoki hat von Lionel Richie bis Phil Collins mit einigen der größten Namen der Musikgeschichte gearbeitet, produzierte sogar mal die No Angels und blieb bei allem Erfolg vor allem eines: Rockmusiker.
Mit seinen Mandoki Soulmates, darunter Ian Anderson von Jethro Tull, Cream-Legende Jack Bruce, Al Di Meola, Bobby Kimball und Steve Lukather von Toto, verbindet er seit Jahrzehnten Progressive Rock, Jazz, große Musiker und große Themen. Die Soulmates und er wurden mit dem Album „A Memory Of Our Future“ letztes Jahr in der Rock & Roll Hall of Fame in Cleveland gewürdigt.Jetzt war Gerrit aus der ROCK ANTENNE Hamburg-Crew zu Gast in Leslies Red Rock Studios, um mit ihm über Musik und mehr zu sprechen. Anlass des Interviews ist Mandokis Projekt "Sehnsucht nach Freiheit". Der 19. Oktober ist Erscheinungsdatum seines gleichnamigen Buches, am 23. Oktober folgt ein Dokumentarfilm auf WELT TV.
Im Frühjahr 2027 ist seine Clubtour geplant – präsentiert von ROCK ANTENNE Hamburg.
Leslie fordert im Gespräch eine offenere gesellschaftliche Debatte über Migration, Integration und den Umgang mit politischen Gegensätzen.
Integration ist sehr wohl eine Bringschuld desjenigen, der hier zu uns gekommen ist.
Leslie Mandoki
Der 73-Jährige war 1975 mit 22 Jahren aus dem kommunistischen Ungarn nach Deutschland geflohen. Mandoki verwies dabei auf seine eigene Biografie. Als er nach Deutschland gekommen sei, habe er kein Wort Deutsch gesprochen. Bereits zweieinhalb Wochen nach seinem Asylantrag habe er als Schlagzeuger gearbeitet, zweieinhalb Monate später seinen Asylpass erhalten.
Ich konnte mein Schicksal selbst in die Hand nehmen und gestalten. Und das ist Freiheit.
Leslie Mandoki
Kritisch äußerte sich der Musiker auch zur politischen Debattenkultur. Gegenteilige Meinungen dürften aus seiner Sicht nicht ausgegrenzt werden.
„Vielleicht müssen wir die Korridore wieder etwas breiter gestalten“, sagte Mandoki. Statt Positionen auszuschließen, müsse man versuchen, ihnen argumentativ zu begegnen. In diesem Zusammenhang sprach Mandoki auch über die sogenannte Brandmauer zur AfD. Wenn ein politischer Ansatz nicht funktioniere, müsse darüber nachgedacht werden, sagte er. Menschen wählten extreme Parteien aus seiner Sicht auch deshalb, weil sie sich in einer "Repräsentationslücke" sähen. Politik müsse sich deshalb stärker mit den Ursachen auseinandersetzen und fragen, wo die konkreten Sorgen der Menschen lägen.„
"Ich möchte überzeugen, weil ich keinen verlieren möchte", sagte Mandoki. Anlass des Interviews ist Mandokis Projekt "Sehnsucht nach Freiheit". Am 19. Oktober erscheint sein gleichnamiges Buch, am 23. Oktober folgt ein Dokumentarfilm. Im Frühjahr 2027 ist eine Clubtour geplant. Das Projekt erinnert auch an den ungarischen Volksaufstand gegen die sowjetische Herrschaft, der sich am 23. Oktober zum 70. Mal jährt. Mandoki hatte die Ereignisse von 1956 als kleines Kind erlebt; später wurde sein Vater zum prägenden Vorbild für seinen Freiheitsbegriff.
Unfreiheit beginnt in unserer Gesellschaft dort, wo wir die Freiheit zu diskutieren aufgeben –und die Freiheit, einander zu entgegnen.
Leslie Mandoki
Für Künstler leite sich daraus eine besondere Verantwortung ab: Sie müssten gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren, Brücken bauen und den Dialog suchen. Das ausführliche Gespräch führte ROCK ANTENNE Hamburg-Programmdirektor Gerrit Kohr mit Mandoki in dessen Red Rock Studios.
In dem mehr als einstündigen Interview spricht der Musiker neben Freiheit und Integration auch über den Ukraine-Krieg, künstliche Intelligenz, Social Media, seine Freundschaft mit Freddie Mercury und die Zukunft junger Musiker.
Unsere ROCK ANTENNE Hamburg Podcasts!
Bei "Whole Lotta Talk" hört ihr Interviews mit internationalen Rockstars auf Englisch. Bei "Tuff Stuff" gibts Heavy Metal Interviews auf die Ohren - sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch, abhängig von der jeweiligen Band, die zu Gast ist. Bei den "Lokalhelden" kommen wiederum deutschsprachige Bands aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (und manchmal auch darüber hinaus) zu Wort.
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